Thailand

Thailand

19.01.2017 - Mae Na Chorn

 

One snowy night in Febuary 2016 I was calling Anne, the manager of Thai Care in Germany, from a highway parking lot to ask her about a cooperation with her foundation.

On the first day of May 2016 her parents came to my departure in Würzburg to represent the charity organisation as well as to wish me good luck along my way. I was already lucky to be able to start my bicycle trip on that day because the night before a huge snowstorm was blowing through town while I was still lying in bed with a fever.

325 days later, on the 19th of January 2017, I was finally cycling into Mae Na Chorn where a group of schoolchildren greeted me with a warm welcome. It is them who will benefit from all the donations you kindly made.

Thai Care /

Rain Tree Foundation

Chiang Mai, Thailand

Helping people to help themselves

 

We are sitting in the café linked to the childrens home, drinking Karen Coffee from the highlands of Northern Thailand. The Rain Tree Foundation supports the farmers growing these coffee beans by developing the techniques or finding a buyer, therefore guaranteeing the Karen tribe a solid source of income. The result is delicious as well as sustainable. Furthermore, all the profit made by the 'Hot Coffee' goes directly to the nearby childrens home.

 

School is over at 4pm, and half an hour later the first songthaew (pick up truck converted into a public transport) shows up, bringing home the kids. After everyone has gathered around I am being greeted by a poster saying 'Welcome Simon, From Germany to Thailand, over 16000 kilometers by bicycle, adventure, experience, and to help children in need, Thank you Simon' - A message that I would like to pass on to you, the people who donated.

 

The village is located at the foot of Doi Inthanon, with over 2,500m the highest mountain in Thailand. All of the children in this home grew up in remote mountain villages of the Karen Tribe. With the help of Thai Care these kids now have the opportunity to visit the school in Mae Na Chorn, get a school uniform and all the necessary material. Because their homes are far away, the childrens home serves as a boarding school for them where they can eat and sleep together while two couples look after them. After graduation, those kids will have the chance to help their families and even their whole tribe with their education.

 

At the beginning the children were acting kind of shy in my presence. But when I gave them the opportunity to ride my fully loaded bicycle, they were having a good laugh. Some of the boys managed very well given that they could hardly reach the pedals.

 

After dinner, Thomas from the foundation gave me a tour of the childrens home. One can say that this small area contains almost all of the projects of the Rain Tree Foundation. You already read about the Karen Coffee that is sold in the nearby Café. Furthermore there are two BioSand Filters with the objective to purify the drinking water. And a few months ago, Thomas installed an aquaponic system to grow vegetables in a highly sustainable way. This system serves as a symbiosis between vegetables and fish as water is being pumped out of a tank full of catfish, which then serves as organic nutrition for the vegetables. During the process, the plants are purifying the water before it flows back into the fish tank. The kids are helping eagerly with the project and learn one more thing that they can pass on to their villages.

 

My bicycle journey is over but you can still donate to the children at the Rain Tree Foundation. If you are interested, have a look at their website or at the donations page on my blog. Thank you very much - Khop Khun Maak!

+++GERMAN VERSION+++

 

Als ich im Februar 2016 auf einer verschneiten Autobahnraststätte stand, telefonierte ich gerade mit Anne, der deutschen Vertreterin von Thai Care, um sie von einer Kooperation zu überzeugen.

Kurz darauf, am 01. März 2016, kamen ihre Eltern stellvertretend für die Organisation zu meiner Abfahrt nach Würzburg, um mir viel Erfolg zu wünschen. Dabei hatte ich schon riesiges Glück an diesem Tag überhaupt starten zu können, da es in der Nacht zuvor noch einen heftigen Schneesturm gab und ich mit starkem Fieber im Bett lag.

325 Tage später, am 19. Januar 2017, erreichte ich das Dorf Mae Na Chom, wo eine Gruppe Schulkinder mich herzlich empfing. Es sind genau diese Kinder des Karen-Volksstammes, die von euren großzügigen Spenden profitieren werden.

 

Hilfe zur Selbsthilfe

 

Wir sitzen im zum Kinderheim gehörenden 'Hot Coffee' und trinken einen Karen-Coffee aus der Bergregion Nordthailands. Die Rain Tree Foundation unterstützt die lokalen Bauern, indem sie z.B. effizientere Anbautechniken lehrt oder Abnehmer für den Kaffee findet. So wird den Angehörigen des Karen-Stammes ein festes Einkommen und Sicherheit bereitgestellt. Außerdem fließen alle Einnahmen des Cafés auf direktem Wege an das Kinderheim.

 

Die Schule endet um vier Uhr nachmittags und nur kurze Zeit später kommt auch schon der erste songthaew mit Kindern angefahren. Diese umgebauten Pick-up Trucks sind besonders in den ländlichen Gebieten Thailands sehr beliebt. Es dauert nicht lange und schon haben sich alle Kinder des Heims mit einem Banner zum Begrüßungskommitee aufgebaut. Auf dem Banner ist zu lesen: 'Willkommen Simon, von Deutschland nach Thailand, 16.000 Kilometer mit dem Fahrrad, Abenteuer, Erfahrungen, und um Kindern in Not zu helfen, Danke Simon' Eine Danksagung, die ich nur allzu gerne an alle Spender weitergeben möchte!

 

Das Dorf liegt am Fuße des Doi Inthanon, mit über 2.500m der höchste Berg Thailands. Alle Bewohner des Kinderheims wuchsen in entfernten Dörfern des Karen-Stammes auf, wo sie keine Möglichkeit hatten die Schule zu besuchen. Durch die Hilfe von Thai Care können sie nun also wichtige Bildung genießen. Da ihre Familien weit entfernt wohnen, dient das Kinderheim sozusagen als Internat, in dem man zusammen wohnt, schläft und isst. Zwei thailändische Paare hüten dabei vor Ort über die Kinder. Nach dem Schulabschluss können die Jugendlichen dann mit dem neu erlernten Wissen sowohl ihren Familien, als auch ihrem ganzen Stamm enorm weiterhelfen.

 

In meiner Gegenwart wirken die Kinder zunächst etwas schüchtern. Also beschloß ich die Freiwilligen mal ein paar Runden auf dem vollbepackten Rad drehen zu lassen. Das sorgt für großes Gelächter. Doch nach einigen Startschwierigkeiten stellen sich die Jungs ziemlich gut an, auch wenn die Beine gerade so bis zu den Pedalen reichen.

 

Nach dem Abendessen gibt mir Thomas von der Organisation noch einen Rundgang durch das Heim. Man kann sagen, dass das Kinderheim auf einer kleinen Fläche fast alle Projekte der Rain Tree Foundation zu bieten hat. Über den Karen-Kaffee habe ich bereits geschrieben. Außerdem stehen auf dem Gelände zwei BioSand Filter, die für frisches Trinkwasser sorgen. Und vor ein paar Monaten hat Thomas mit Hilfe der Kinder eine Aquaponics-Farm errichtet. Dieses System sorgt für eine Symbiose zwischen Gemüsepflanzen und Fischen, indem aus einem Fischteich Wasser gepumpt wird, dass dann mit all den Ausscheidungen als organischer Dünger für die Gemüsepflanzen dient. Die Pflanzen wiederum reinigen das Wasser, dass letztendlich wieder zurück in den Fischteich fließt. Diese höchst nachhaltige Weise der Landwirtschaft ist also eine Idee mehr, die die Kinder mit zurück in ihre Dörfer nehmen können.

 

Meine Fahrradreise ist nun beendet, doch gerne kann noch weiter an die Kinder und die Hilfsorganisation Thai Care bzw Rain Tree Foundation gespendet werden. Wer das tun möchte, kann hier einen Blick auf deren Homepage oder auf die Spendenseite auf meinem Blog werfen. Viele Dank - Khop Khun Maak!